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Ernährungsabhängige Erkrankungen sind heute Gegenstand zahlreicher Untersuchungen. Viele Studien belegen den Zusammenhang zwischen Übergewicht, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes mellitus Typ II und Schlaganfall
bei einer Ernährung mit hohem gykämischem Index und hoher glykämischer Last.
Der GLYKÄMISCHE INDEX
beschreibt den Anstieg der Blutzuckerkurve nach dem Verzehr (postprandial) von 50 gr. Kohlenhydraten in Form eines Lebensmittels im Vergleich zum Anstieg der Kurve nach dem Verzehr von 50 gr. reiner Glucose. Hieraus errechnet sich eine Prozentzahl = Glykämischer Index.
Diese Zahl wird heute noch sehr oft als Richtwert für eine “gesunde Ernährung” genommen. Lebensmittel mit niedrigem glykämischen Index sollen bevorzugt werden.
Dies ist jedoch nach neuesten Studien nicht mehr haltbar, denn es wird bei der Berechnung des glykämischen Index nicht von einer Portionsmenge ausgegangen, sondern von der Menge des Lebensmittels, das 50 gr.
Kohlenhydrate enthält. So werden beispielsweise 101 gr. Weißbrot mit 1250 gr. Magerquark verglichen.
Der glykämische Index ändert sich auch mit der Zubereitung der Speisen und der Zusammensetzung. Er beschreibt lediglich, wie schnell die aufgenommenen Kohlenhydrate in Glucose umgewandelt werden.
Besonders beachtet werden muss jedoch die Ausschüttung von Insulin
nach dem Verzehr von kohlenhydratreichen Mahlzeiten, die heute für die Entstehung von vielen Erkrankungen verantwortlich gemacht wird. Die Insulinantwort ist von der Menge und der Art der zugeführten Kohlenhydrate abhängig.
Dies wird durch den Begriff GLYKÄMISCHE LAST beschrieben.
Die glykämische Last errechnet sich, indem man den glykämischen Index durch die Zahl 100 teilt. Das Ergebnis wird mit der Menge der verzehrten Kohlenhydrate multipliziert.
Ein Beispiel:
Rohe Möhren werden in den meisten Tabellen mit einem glykämischen Index von 71 beschrieben. 100 gr. rohe Möhren enthalten etwa 7,5 gr. Kohlenhydrate.
(71:100) x 7,5 = 5,3
5,3 ist also die glykämische Last von 100 gr. Möhren
Trotz hohem glykämischem Index haben Möhren nur eine geringe glykämische Last und lösen nur eine geringe Insulinantwort aus.
100 gr Weißbrot enthalten 47 gr. Kohlenhydrate bei einem glykämischen Index von 73.
(73:100) x 47 = 34
34 ist also die glykämische Last von 100 gr. Weißbrot.
Bei fast gleichem glykämischen Index ergibt sich pro Porttion jedoch eine völlig andere glykämische Last, was zu völlig anderen Insulinausschüttungen führt.
Bis zu 10 spricht man von niedriger glykämischer Last, zwischen 11 und 19 von einer mittleren Last, und ab 20 von einer hohen Last.
Gesundheitsrisiken entstehen ab einer täglichen Last über 115.
Fazit: Es sollte also bei der Kost überwiegend auf Lebensmittel mit niedriger glykämischer Last zurückgegriffen werden.
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